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Welche Wartung benötigt ein elektrisches Leichtkraftfahrzeug?

Ein elektrisches Leichtkraftfahrzeug kann beim Kauf teurer sein, bietet im Alltag jedoch häufig niedrigere Energiekosten. Doch wie sieht es bei der Wartung aus? Auch hier überzeugt das Elektromodell durch einen einfacheren Antrieb, weniger mechanische Verschleißteile und einen insgesamt geringeren Wartungsaufwand.

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Warum ist die Wartung eines Elektrofahrzeugs günstiger?

Weniger mechanische Bauteile

Elektrische Leichtkraftfahrzeuge wie die Ligier Myli oder JS50 besitzen einen deutlich einfacher aufgebauten Antrieb als Dieselmodelle. Bauteile eines Verbrennungsmotors wie Zylinderkopfdichtung, Kolben, Einspritzsystem oder Zahnriemen sind nicht vorhanden.

Durch die geringere Anzahl beweglicher Komponenten entstehen weniger mechanische Verschleißstellen. Dadurch kann der Wartungsaufwand reduziert werden.

Weniger Betriebsstoffe und Filter

Ein elektrisches Leichtkraftfahrzeug benötigt kein Motoröl und damit auch keinen regelmäßigen Motorölwechsel. Ebenso entfallen der Kraftstofffilter und verschiedene Wartungsarbeiten, die für einen Verbrennungsmotor erforderlich sind.

Da kein Abgassystem vorhanden ist, müssen auch Auspuff, Partikelfilter und weitere Komponenten der Abgasnachbehandlung weder kontrolliert noch ausgetauscht werden.

Geringerer Verschleiß der Bremsen

Beim Verzögern kann die Rekuperation einen Teil der Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandeln und in die Batterie zurückspeisen. Gleichzeitig werden die mechanischen Bremsen entlastet.

Je nach Fahrweise können Bremsscheiben und Bremsbeläge dadurch langsamer verschleißen und müssen möglicherweise seltener ersetzt werden. Eine gleichmäßige und vorausschauende Fahrweise verstärkt diesen Vorteil.

Weniger Störungen dank vereinfachtem Antrieb

Ein Diesel-Leichtkraftfahrzeug verfügt über verschiedene mechanische Antriebskomponenten, beispielsweise Variator, Riemen und weitere Teile der Kraftübertragung. Diese Bauteile unterliegen im Laufe der Zeit einem natürlichen Verschleiß.

Der elektrische Antrieb ist einfacher aufgebaut und überträgt die Leistung des Elektromotors mit weniger mechanischen Zwischenkomponenten auf die Räder. Dadurch sinkt die Zahl potenzieller Verschleiß- und Störungsquellen.

Welche Komponenten werden bei einem elektrischen Leichtkraftfahrzeug kontrolliert?

Die Bremsen

Auch wenn die Rekuperation die mechanischen Bremsen entlastet, bleiben sie ein wesentlicher Kontrollpunkt. Bei jeder Wartung sollten der Zustand von Bremsscheiben, Bremsbelägen und Bremsanlage überprüft werden.

Die Reifen

Reifendruck, Profiltiefe und allgemeiner Zustand der Reifen müssen regelmäßig kontrolliert werden. Dabei wird insbesondere geprüft, ob das gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofil noch vorhanden ist und ob Beschädigungen oder ein ungleichmäßiger Verschleiß erkennbar sind.

Der Innenraumfilter

Ein Elektrofahrzeug benötigt weder Kraftstoff- noch Motorluftfilter. Der Innenraumfilter sollte jedoch entsprechend dem vorgesehenen Wartungsintervall kontrolliert und bei Bedarf ersetzt werden. Dadurch bleiben die Luftqualität und die Leistung von Lüftung und Klimaanlage erhalten.

Die Betriebsflüssigkeiten

Ein elektrisches Leichtkraftfahrzeug benötigt kein Motoröl. Dennoch müssen andere Betriebsflüssigkeiten kontrolliert werden, insbesondere die Bremsflüssigkeit und, je nach technischem Aufbau des Fahrzeugs, die Kühlflüssigkeit.

Das elektrische System

Bei der Wartung werden die elektrischen und elektronischen Komponenten, die Ladeanschlüsse, das Ladekabel und das Ladesystem überprüft. Ein entsprechend qualifizierter Fachbetrieb kann außerdem eine elektronische Diagnose durchführen und mögliche Fehler auslesen.

Auch bei der österreichischen Pickerl-Überprüfung werden sicherheitsrelevante elektrische Komponenten und der allgemeine Fahrzeugzustand kontrolliert.

Und die Batterie?

Die Antriebsbatterie benötigt grundsätzlich keine klassische Wartung wie ein Verbrennungsmotor. Ihr Zustand sollte dennoch regelmäßig von einem entsprechend qualifizierten Ligier Fachbetrieb überprüft werden. Dabei können unter anderem Fehlermeldungen, Ladeleistung und Batteriezustand kontrolliert werden.

Ein Austausch ist nicht automatisch nach einer bestimmten Anzahl von Jahren erforderlich. Entscheidend sind der tatsächliche Gesundheitszustand der Batterie, ihre verbleibende Kapazität und die Reichweite, die im Alltag noch verfügbar ist.

Auch der Fahrer kann zur Schonung der Batterie beitragen: Nach Möglichkeit sollte der Ladezustand im täglichen Betrieb zwischen etwa 20 und 80 % gehalten werden. Eine vollständige Ladung bleibt vor längeren Fahrten möglich, regelmäßige Tiefentladungen sollten jedoch vermieden werden.

Wie viel kostet die Wartung eines elektrischen Leichtkraftfahrzeugs?

Die vorgesehenen Wartungsintervalle sind im Service- und Wartungsheft des Fahrzeugs angegeben. Sie richten sich nach dem Modell, der Laufleistung, dem Fahrzeugalter und den Nutzungsbedingungen.

Da ein elektrisches Leichtkraftfahrzeug keinen Motorölwechsel benötigt und weniger mechanische Komponenten besitzt, fallen in der Regel weniger Wartungsarbeiten an als bei einem Dieselmodell.

Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch von den erforderlichen Kontrollen, dem Zustand der Verschleißteile und den Preisen des jeweiligen Fachbetriebs ab. Regelmäßige Wartungen bei einem Ligier Händler helfen, technische Probleme frühzeitig zu erkennen und größere Reparaturen zu vermeiden.