Elektro oder Diesel: Welche Kosten entstehen beim Kauf und im Alltag?
Wie viel kostet ein Leichtkraftfahrzeug? Die Preise unterscheiden sich je nach Elektro- oder Dieselantrieb. Entscheidend ist jedoch nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die laufenden Kosten für Energie, Wartung und Versicherung. Entdecken Sie unseren Kostenvergleich für motorisierte Leichtfahrzeuge.
Kaufpreis: Diese Kriterien beeinflussen den Preis eines Leichtkraftfahrzeugs
Neu oder gebraucht?
Ein gebrauchtes Leichtkraftfahrzeug ist in der Regel günstiger als ein Neufahrzeug. Da elektrische Modelle erst seit wenigen Jahren stärker verbreitet sind, besteht der österreichische Gebrauchtmarkt weiterhin überwiegend aus Dieselfahrzeugen. Preis, Zustand und Batterieleistung sollten vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden.
Leichtes oder schweres vierrädriges Kraftfahrzeug?
Es gibt zwei Hauptkategorien:
- L6e-Leichtkraftfahrzeuge mit bis zu 45 km/h, in Österreich ab 15 Jahren mit Führerscheinklasse AM
- L7e-Fahrzeuge mit höherer Leistung und bis zu 75 km/h, für die in Österreich grundsätzlich die Führerscheinklasse B erforderlich ist
Leistungsstärkere und größere Fahrzeuge sind in der Regel teurer als leichte zweisitzige Modelle.
Ausstattung und Komfort
Der Preis kann je nach Ausstattung deutlich variieren:
- Fahrassistenz: Servolenkung, Rückfahrkamera
- Komfort: Klimaanlage, Sitzheizung, Multimedia und Apple CarPlay oder Android Auto
- Design: Aluminiumfelgen, Farbpakete und individuelle Dekore
- Diese Optionen beeinflussen den Preis bei Elektro- und Dieselmodellen gleichermaßen.
Antrieb und Batteriekapazität
Bei einem Dieselmodell hängen Preis und Verbrauch unter anderem von der Motorisierung ab. Die aktuellen Ligier Modelle sind mit dem REVO D+ Dieselmotor erhältlich.
Bei einem elektrischen Leichtkraftfahrzeug beeinflusst vor allem die Batteriekapazität den Kaufpreis und die Reichweite. Die 11,04-kWh-Batterie der elektrischen Ligier Myli und JS50 ermöglicht bis zu 164 km Reichweite nach dem WMTC-Zyklus.
Elektrische Modelle können beim Kauf teurer sein als vergleichbare Dieselmodelle. Der tatsächliche Preisunterschied hängt jedoch von Modell, Batterie und Ausstattung ab.
Betriebskosten: die Vorteile eines elektrischen Leichtkraftfahrzeugs
Energieverbrauch
Das Ligier REVO D+ Dieselmodell verbraucht rund 3,0 l/100 km und erreicht mit seinem 17-Liter-Tank eine Reichweite von über 550 km.
Ein elektrisches Leichtkraftfahrzeug wird dagegen mit Strom geladen. Besonders beim Laden zu Hause können die Energiekosten pro 100 km niedriger ausfallen als bei einem Dieselmodell. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Stromtarif, dem Ladeort und der Fahrweise ab.
Wartung
Ein Elektromotor besitzt weniger mechanische Bauteile und benötigt keinen Motorölwechsel. Kraftstofffilter, Auspuffanlage und verschiedene Wartungsarbeiten eines Dieselmotors entfallen ebenfalls.
Die Rekuperation kann zudem Bremsscheiben und Bremsbeläge entlasten. Dadurch fallen die Wartungskosten häufig niedriger aus.
Versicherung
Die Versicherungsprämie ist nicht automatisch günstiger. Sie richtet sich nach Fahrzeugmodell, Deckungsumfang, Anbieter und Fahrerprofil. Ein Vergleich verschiedener Angebote ist daher empfehlenswert.
Elektrische Leichtkraftfahrzeuge können beim Kauf teurer sein, bieten im Alltag jedoch häufig Vorteile durch niedrigere Energie- und Wartungskosten. Hinzu kommen ein leiser Antrieb und lokal emissionsfreies Fahren.

